Neuigkeiten aus dem IMMAC Sailing Team

Die Regattasaison 2010 begann für einige Segler des IMMAC Sailing Teams sehr früh in der Saison mit einem wirklichen spektakulären Höhepunkt. Für die Crew Reinsch/Weidling im internationalen 14 Footer, die als die älteste und innovativste 2 Mann Jollenregattaklasse der Welt bezeichnet wird, sollte es kurz vor Weihnachten ins entfernte Sydney/Australien zur Weltmeisterschaft gehen. Das Revier im Sydney Harbour ist unter Seglern berühmt berüchtigt für die wechselnden Windrichtungen und durch die starken Gezeiten, die für eine sehr starke Strömung sorgen.

Am 27. Dezember begannen die insgesamt fünf Qualifikationsrennen. Diese Qualifikationsrunde war notwendig geworden, um die insgesamt 108 Boote aus sechs Nationen in eine Gold und eine Silberflotte aufzuteilen. Die Crew qualifizierte sich dabei für die Silberflotte. Nach dem besonderen Feuerwerk vor der Sydney Opera und Harbour Bridge begannen die insgesamt sechs Weltmeisterschaftsrennen am 2.01.2010. Die Crew bewies Kontinuität und beendete in Ihrer Gruppe die Weltmeisterschaft mit den Platzierungen 1,1,1, 6,1 sowie einen 66. Platz. Dieses Ergebnis sicherte der Crew einen ersten Platz in der Silberflotte, und so konnten Felix Weidling und Axel Reinsch ihren verdienten Pokal auf der Preisverleihung in der Sydney Opera in Empfang nehmen.

Die Winterpause wurde intern intensiv genutzt, um ein zukunftsfähiges Konzept im Bereich des Segelsports in Deutschland zu entwickeln. Christian Soyka der dem IMMAC Sailing Team schon seit Jahren angehört, und der Projektleiter des Teams Reimar Papenfuß entwickelten gemeinsam ein Konzept das die nachhaltige Förderung von Jugendlichen im Segelsport zum Ziel hat. Das Ergebnis ist dabei der gemeinnütziger Verein IMMAC SAILING ACADEMY e.V., der im Kern aus drei aufeinander aufbauenden Förderungsstufen basiert. Die nebenstehende Übersicht verdeutlicht diesen Aufbau. Die erste Stufe beginnt mit einer Heranführung der Jugendlichen an den Segelsport. Dieses erfolgt durch die Bereitstellung von 25 Optimisten als Einsteigerboote. Diese Boote werden in einem Wiedereingliederungsprojekt von Langzeitarbeitslosen auf einer Werft im Kieler Raum gefertigt. Bis Ende März diesen Jahres konnten sich Vereine um diese Optimisten bewerben. Ebenso in der zweiten Förderungsstufe. In dieser waren die leistungsorientierten Nachwuchssegler angesprochen. Eine Jury aus vier Personen hat dann die Kandidaten für die Saison 2010 sorgfältig ausgewählt. Es wurden zwei Damenmannschaften in der Klasse des 420ers aus Baden Württemberg und Brandenburg, sowie in der Klasse des 29ers eine männliche Crew aus Schleswig-Holstein und in der Klasse des 470ers eine Jungenmannschaft aus Bayern ausgewählt. Diese treten während der Saison untereinander in Konkurrenz. Es zählen dabei aber nicht nur die Ergebnisse auf den Regattabahnen. Sozialkompetenz und Teamfähigkeit wird in der Academy sehr groß geschrieben. In den insgesamt vier stattfindenden Workshops wird die Jury sich die Kandidaten ganz genau anschauen, um dann Ende Oktober den Sieger 2010 in der IMMAC SAILING ACADEMY zu küren.

Da sich der Verein aus Spenden finanziert, ist jede finanzielle Unterstützung hilfreich und sinnvoll angelegt, denn die Spendengelder gehen zu 100 Prozent an die Segler. Die Arbeit der Jury und des Vorstandes erfolgt rein ehrenamtlich. Weitere Informationen auch zu dem Konzept der Academy unter www.immac-academy.com und www.immac-academy.de